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DIE KONTROLLIERTE KETTENREAKTION

 

EIN KLEINER AUSZUG EINER LANGEN REIHE VON UNFÄLLEN

von den Anfängen bis zu Tschernobyl


1952: AKW Chalk River / Ottawa, Kanada
Explosion im Reaktor, partielle Kernschmelze zerstört Reaktorkern.

1957: Wiederaufbereitungsanlage Majak / Kyschtym, UdSSR
Schwerster Atomunfall bislang: Tank mit radioaktiven Abfällen explodiert und setzt große Mengen an radioaktiven Substanzen frei. Doppelte Strahlungsbelastung im Vergleich zu Tschernobyl, ganze Landstriche entvölkert, der nahegelegene Karatschai-See ist der am stärksten radioaktiv verseuchte Ort auf Erden. Vorfall über 30 Jahre lang geheim gehalten.

1957: AKW Sellafield / Windscale / Liverpool, England
Brand setzt radioaktive Wolke frei

1971: AKW Mühleberg, Schweiz
Brand im Maschinenhaus, Situation im Kontrollraum mehrere Minuten lang außer Kontrolle.

1973: AKW Sellafield / Windscale / Liverpool, England
Erneuter Vorfall: Explosion, große Teile der Anlage verseucht.

1977: AKW Gundremmingen / Bayern, Bundesrepublik Deutschland
Totalschaden am Reaktor. Verseuchung des AKWs mit radioaktivem Kühlwasser.

1978: AKW Biblis A, Bundesrepublik Deutschland
Schlampigkeit und Gewissenslosigkeit verursachen ein Leck, radioaktiver Dampf tritt aus, der Vorfall wird vertuscht.

1979: AKW Beznau I, Schweiz:
Schwerwiegender Defekt (Sieden des Kühlwassers an den Brennstäben), AKW für über 100 Stunden stillgelegt, der Vorfall wird vertuscht.

1979: AKW Three Mile Island / Harrisburg, USA
Ausfall der Reaktorkühlung, partielle Kernschmelze Freisetzung radioaktiver Gase, Gegend wird evakuiert.

1986: AKW Tschernobyl, UdSSR
Explosion und anschließende Kernschmelze. Tausende, vielleicht zehntausende Tote. Starke Fallout-Messungen auch in Westeuropa.


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  Das Atomzeitalter

 Strahlendes Beispiel an Unvernunft


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